Der Inhalt des Arbeitsverhältnisses bestimmt sich nach dem Arbeitsvertrag. Neben der Hauptleistungspflicht des Arbeitsnehmers, die vertraglich vereinbarte Tätigkeit auszuüben und der Arbeitgeber, den hierfür vereinbarten Lohn zu zahlen, können zahlreiche Regelungen zur Ausgestaltung der wechselseitigen Rechte und Pflichten getroffen werden, wie etwa Regelungen zur Arbeitszeit, Verschwiegenheitsvereinbarungen, Verhalten im Krankheitsfall, vom Gesetz abweichende Urlaubsansprüche oder Kündigungsfristen etc.

Die Grenze der Vertragsfreiheit findet sich immer dort, wo zwingende gesetzliche Schutzrechte berührt werden.

Wir helfen Ihnen bei der Ausgestaltung oder der Optimierung des Arbeitsvertrages damit Ihre Interessen im Hinblick auf Arbeitszeit, sonstige Pflichten, Vergütungsabreden, Entlohnungsgrundsätze, Teilzeit, Urlaub, Vertragsstrafen, Abmahnungen, Wettbewerbsverbote, bis hin zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Aufhebungsvertrag oder Kündigung im Arbeitsvertrag hinreichend berücksichtigt werden.

Oftmals können durch eine klare und juristisch fundierte Gestaltung des Arbeitsvertrages auch spätere Streitigkeiten über die jeweiligen Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsvertrag vermieden werden.

Befristung eines Arbeitsvertrages

Ein Arbeitsverhältnis kann befristet werden. Zu unterscheiden ist hierbei stets zwischen einer Befristung mit sachlichem Grund und einer Befristung ohne Grund.

Gründe für eine Befristung sind u.a.:

  • Befristung wegen vorübergehendem Mehrbedarf
  • Befristung zur Vertretung z.B. während Schwangerschaft / Elternzeit

Die Befristung eines Arbeitsvertrages ist auch ohne sachlichen Grund zulässig. Eine solche ist jedoch zeitlich auf 2 Jahre beschränkt. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass eine Befristung höchstens dreimalig verlängert werden darf und auch bei Verlängerung die Gesamtdauer von 2 Jahren nicht überschritten werden darf.

Unzulässig ist eine Befristung eines Arbeitsvertrages ohne sachlichen Grund dann, wenn mit demselben Arbeitnehmer bereits zuvor ein Arbeitsverhältnis bestanden hat. Wichtig für Arbeitgeber ist daher zu beachten, dass eine Verlängerung der Befristung vor Ablauf des befristeten Vertrages erfolgt.

Ist eine Befristung unzulässig, z.B. weil mit demselben Arbeitnehmer bereits zuvor ein Arbeitsverhältnis bestanden hat, dann gilt der Arbeitsvertrag als auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Wichtig ist hierbei zu beachten, dass für Klagen auf Feststellung der Unwirksamkeit einer Befristung eine Klagefrist von 3 Wochen gilt.