Streng genommen nicht dem Gebiet des Erbrecht zuzuordnen, aber dennoch ein wichtiger Bestandteil der Regelung des letzten Willens ist das Verfassen einer Patientenverfügung sowie einer Vorsorgevollmacht.

Durch eine Vorsorgevollmacht wird eine Person des Vertrauens für den Fall einer Notsituation durch den Vollmachtgeber ermächtigt, alle oder bestimmte Aufgaben zu erledigen. Die bevollmächtigte Person entscheidet daher an Stelle des nicht mehr entscheidungsfähigen Vollmachtgebers. Eine Vorsorgevollmacht kann damit sicherstellen, dass durch die bevollmächtigte Person der eigene Wille, der nicht mehr selbst vertreten werden kann, bestmöglich umgesetzt wird. Aufgrund der weitreichenden Wirkung sollte eine solche Vorsorgevollmacht jedoch nicht leichtfertig erteilt werden.

Mit einer Patientenverfügung bestimmt der Verfügende eine Person des Vertrauens für den Fall, dass der eigene Wille nicht mehr erklärt werden kann. Die Patientenverfügung bezieht sich auf medizinische Maßnahmen, wie ärztliche Eingriffe. Häufig wird das Ziel vom Verfügenden verfolgt, keine lebensverlängernden Maßnahmen erleiden zu müssen.