Ein häufiger Streitpunkt zwischen Mietern und Vermietern sind Betriebskostenabrechnungen. Viele Vermieter sind nicht in der Lage, eine Betriebskostenabrechnung, die den gesetzlichen Anforderungen genügt, zu erstellen. Mieter können bei Erhalt einer Abrechnung häufig die Richtigkeit einer Abrechnung kaum selbst überprüfen.

Als Mindestangaben muss eine Betriebskostenabrechnung enthalten:

  • Angabe der einzelnen Betriebskostenarten
  • Nennung der angewandten Verteilerschlüssel
  • Bezifferung der jeweils auf den Mieter entfallenden anteiligen Kosten
  • Summe der auf den Mieter umgelegten Gesamtkosten
  • Abzug der bereits geleisteten Vorauszahlungen

Die Abrechnung der Heizkosten muss in aller Regel zwingend nach Vorgaben der Heizkostenverordnung erfolgen, d.h. die Heizkosten müssen anteilig nach dem Verhältnis der Wohnfläche (Grundkosten) und anteilig nach dem abgelesenen Verbrauch (Verbrauchskosten) umgelegt werden.

Die Mehrzahl der Betriebskostenabrechnungen ist falsch. Insbesondere die Prüfung der oft hohen Heizkosten kann sich für Mieter auszahlen.

Für Vermieter besteht bei falschen Abrechnungen die Gefahr wegen dieser Fehler Nachzahlungen von einem Mieter nicht mehr verlangen zu können, selbst dann wenn der Vermieter selbst die Kosten tatsächlich bezahlt hat. Der Schaden für Vermieter bei einer fehlerhaften Betriebskostenabrechnung ist häufig beträchtlich.