Die Eigentümer kommen in der Regel einmal jährlich auf Ladung des Verwalters zusammen. Eigentümerversammlungen dienen zum einen der Aussprache der Eigentümer sowie dazu, Beschlüsse zu fassen, die das Gemeinschaftseigentum betreffen. Für die Ladung zur Eigentümerversammlung ist eine zweiwöchige Ladungsfrist vorgesehen. In der Ladung zur Eigentümerversammlung müssen die Tagesordnungspunkte bereits angegeben sein, um den einzelnen Eigentümern zu ermöglichen, sich auf die Versammlung vorzubereiten.

Beschlussfähig ist die Eigentümerversammlung nur dann nach § 25 Abs. 3 WEG, wenn mehr als die Hälfte der Stimmberechtigten Miteigentumsanteile persönlich anwesend sind oder vertreten werden. In der Teilungserklärung oder Gemeinschaftsordnung kann jedoch bestimmt werden, dass für die Beschlussfähigkeit andere Grenzen gelten.

Über die Beschlüsse der Eigentümerversammlung muss Protokoll geführt werden. Die Protokolle sind in einer Beschlusssammlung vom Verwalter zu verwahren.

Um spätere Auseinandersetzungen zu vermeiden und nach Möglichkeit den gewünschten Beschluss der Eigentümergemeinschaft herbeizuführen, ist es ratsam, bereits vor einer Eigentümerversammlung, spätestens mit Erhalt der Ladung zur Eigentümerversammlung anwaltlichen Rat einzuholen. Gegebenenfalls macht es sogar Sinn, selbst als Eigentümer einen Beschlussantrag auf die Tagesordnung setzen zu lassen.